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Meine Fresse, diese drei italienischen Gesellen haben aber echt eine ganz schön Wut im Bauch.
Da hat bestimmt Mama Pasta ihnen die guten hausgemachten Spaghetti mit Aldi-Pommes ersetzt. Ich denke, ich bin nicht der einzige, der den Namen BALATONIZER noch nie gehört hat, aber was die Jungs hier auf "Occlused in Ottusity" über 26 Minuten in 32 Songs abfeuern ist sowas von aggressiv in die Fresse, daß mir als einziger Vergleich immer nur AGORAPHOBIC NOSEBLEED einfallen. BALATONIZER arbeiten wie die Amis mit Drumcomputer, der auch teilweise absurd schnell programmiert wird und haben eine unglaublich grindige Grund-Agressivität im Sound. Allerdings sind BALATONIZER deutlich Death-Metal lastiger und auch geradliniger und weniger freaky als ANb.
Zwar frickeln auch BALATONIZER stellenweise ziemlich rum, tun das aber nur sehr punktuell und überschaubar und lassen auch gern wieder was ganz gerades folgen. Die Songs sind zwar alle kurz und kompromisslos, aber die Scheibe klingt doch recht variabel und liefert neben dem dominierenden Geprügel auch viele Grooves, rhytmische und etwas verspieltere Passagen. Der Sänger hat eine richtig schön tiefe Death-Metal Stimme mit ordentlich Druck dahinter, die auch Freunden neuerer U.S. Bands zusagen sollte und wechselt sich mit schön grindigem Geschrei ab.
Zu "Occlused in Ottusity" gibts nicht so viel zu sagen, außer daß die Scheibe für jeden Freund von schweinisch aggressiven Sounds absolut Pflicht ist.
Wer also die ungestüme Drumcomputer Mißhandlung a la AGORAPHOBIC NOSEBLEED oder FUCK I'M DEAD auf Death-Metal umgemünzt haben und nicht so einen stumpfen Schrott wie RETCH oder MORTICIAN dabei rausbekommen will, der hat mit BALATONIZER seine Lehrmeister gefunden. Sehr cool auch das Comic-Artwork der CD, das im CD-Booklet mit einem kleinen Comic weitergeführt wird, in dem die drei Bandmitglieder als amoklaufende Superhelden dargestellt werden. Lecker feini Happi-Grind. Da klebt der Brägen nach dem Hören schon mal an der Wand.
Karim

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