www.bright-eyes.de

Hach ja.
Ihr gehört zu den Härtnern, denen Cannibal Corpse zu lasch sind? Für die Mortician ausgewimpte Kommerzsäcke sind? Heureka, dann könnt ihr euch das durchgeknallte Trio aus Palermo in die Lauscher pusten, denn in knapp 25 Minuten entfachen die Herren ein Phongewitter in 32 Tracks, dass es eine wahre Metzelfreude ist.
Hier irgendwelche Anspieltipps herauszufiltern ist sinnlos, das Ganze muss man als akustisches Inferno am Stück genießen, am besten zweimal hintereinander weil die Scheibe so kurz ist, obwohl es noch ein einminütiges Video als Zugabe gibt. BALATONIZER knüppeln, grinden und gurgeln sich durch von fetten Breaks untermalten Grinddeath, der haufenweise Mortician-Riffs "borgt" und zu dem ein übertakteter Drumcomputer tackert und ein derber Bass grummelt.
Die Todesbleiernen Riffs sind dabei gar nicht übel, ein paar abgedrehte Key-Effekte gibt es auch, ansonsten regiert das Hackbeil, dass es eine Freude ist (ein, zwei Filmsamples ausgenommen) und eine Menge Energie freigesetzt wird (sehr geil zum Beispiel "C.E.P.").
Die Texte (Songtitel wie "Anal By Anal" oder "Macabrotic Poetry" sprechen eine deutliche Sprache) sind wohl weniger ernst zu nehmen. Der Sound ist okay und nicht wirklich schlechter als der der letzten Mortician. Im Vergleich zu vielen Hochglanz-Produkten ist "Occlused In Ottusity" einfach mal straightes Geballer, bei dem man den ganzen Scheiß hinter sich lassen kann. Cool.
Mario Musumeci, Piazza Castelnuovo 26, 90141 Palermo, Italien freut sich über Post oder ihr könnt es auch über die Homepage www.balatonizer.com bzw.
das kalifornische (!) Label unter www.devildollrecords.com versuchen.

10 von 13 Augen

www.bright-eyes.de


«back