Hach ja.
Ihr gehört zu den Härtnern, denen Cannibal Corpse zu lasch sind?
Für die Mortician ausgewimpte Kommerzsäcke sind? Heureka, dann könnt ihr
euch das durchgeknallte Trio aus Palermo in die Lauscher pusten, denn in
knapp 25 Minuten entfachen die Herren ein Phongewitter in 32 Tracks,
dass es eine wahre Metzelfreude ist.
Hier irgendwelche Anspieltipps
herauszufiltern ist sinnlos, das Ganze muss man als akustisches Inferno
am Stück genießen, am besten zweimal hintereinander weil die Scheibe so kurz ist,
obwohl es noch ein einminütiges Video als Zugabe gibt. BALATONIZER knüppeln,
grinden und gurgeln sich durch von fetten Breaks untermalten Grinddeath, der
haufenweise Mortician-Riffs "borgt" und zu dem ein übertakteter Drumcomputer
tackert und ein derber Bass grummelt.
Die Todesbleiernen Riffs sind dabei gar
nicht übel, ein paar abgedrehte Key-Effekte gibt es auch, ansonsten regiert
das Hackbeil, dass es eine Freude ist (ein, zwei Filmsamples ausgenommen) und eine
Menge Energie freigesetzt wird (sehr geil zum Beispiel "C.E.P.").
Die Texte (Songtitel wie "Anal By Anal" oder "Macabrotic Poetry" sprechen eine deutliche Sprache)
sind wohl weniger ernst zu nehmen. Der Sound ist okay und nicht wirklich schlechter als
der der letzten Mortician. Im Vergleich zu vielen Hochglanz-Produkten ist "Occlused In Ottusity"
einfach mal straightes Geballer, bei dem man den ganzen Scheiß hinter sich lassen kann. Cool.
Mario Musumeci, Piazza Castelnuovo 26, 90141 Palermo, Italien freut
sich über Post oder ihr könnt es auch über die Homepage www.balatonizer.com bzw.
das kalifornische (!) Label unter www.devildollrecords.com versuchen.
10 von 13 Augen
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